Die Wahrheit ist ein facettenreicher leuchtender Diamant.
Das Große Licht erfüllt dieses Juwel und strahlt in verschiedenen Farben nach allen Seiten aus.
Mystiker, Boten, Weise und Lehrer aller Zeiten, Rassen und Glaubensrichtungen
sprachen über verschiedene Facetten dieser Einen Ewigen Wahrheit.

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Mythen als Metaphern
Die Reise des Helden
Virtuelle Zirkel-Lektion vom 5. Januar 2005


Absolute Unendliche Seinsheit – Gott.
Immerwährendes Leben, Liebe und Gnade,

der Du Dich in Dir selbst offenbarst
als All-Weisheit und All-Macht:

Erleuchte unseren Geist,
damit wir Dich als die Wahrheit erkennen.

Reinige unsere Herzen,
damit wir Deine Liebe widerspiegeln -
zu Dir und zu allen Mitmenschen.

Amen


Herkules zog seinen rasiermesserscharfen Dolch und stach ihn schnell tief in den Hals der neunköpfigen Hydra hinein, als sie aus dem Sumpf hervortrat. Die riesige Schlange krümmte sich vor Schmerz und stieß einen abscheulichen Schrei aus, als Herkules einen der Köpfe komplett vom gewaltigen Körper abtrennte. In dem Moment, wo der Kopf der Hydra abgetrennt wurde, traten zwei weitere Köpfe aus der offenen Wunde hervor und diese war verheilt. Nachdem Herkules' Begleiter Iolaos dies gesehen hatte, begann er damit, Herkules jedes Mal rot glühende Stöcke zu geben, wenn Herkules einen anderen Kopf abgeschnitten hatte. Herkules fuhr damit fort, die Köpfe abzutrennen, die offene Wunde mit Iolaos' brennenden Stöcken auszubrennen, bevor noch mehr Köpfe erscheinen konnten - und so tötete Herkules das Monster.

Ist diese Geschichte nur eine farbenfrohe aber antiquierter Mythos? Oder könnte dieser Mythos eine Metapher sein, ein symbolisches Werk, das uns spirituelle Wahrheit und Führung vermitteln soll?

Als Studenten irgendeines spirituellen Systems, suchen wir anfänglich danach, das theoretische Grundgerüst der spirituellen Lehren an sich zu begreifen. Und mit einem gewissen Grad an Verständnis dieser Lehre, suchen wir dann danach, sie in die Praxis umzusetzen. Wir streben danach, diese Lehren zu einem lebendigen und dynamischen Teil unseres alltäglichen Lebens zu machen. Wenn wir das so tun, entdecken wir bald, dass unsere spirituelle Entfaltung eher von der Praxis und Integration der Lehren in unser Leben kommt, als davon, diese Lehren nur intellektuell zu verstehen.

Wenn wir versuchen, spirituelle Lehren in unser Leben zu integrieren, begegnen wir zwangsläufig Hindernissen. Mythen, die als spirituelle Metaphern verstanden werden, geben uns anschauliche archetypische (urbildliche) Symbolik, die die vorhersehbaren Hürden auf dem Weg zur Selbst-Verwirklichung bildlich darstellen. Ihre dramatischen und farbenfrohen Erzählungen prägen ihre Bedeutung und Führung tief in den Geist des Studenten ein, welche dann wieder ins Gedächtnis gerufen werden kann, um ihn während seiner eigenen Prüfungen und Drangsalen zu führen.

Historisch gesehen haben Religionen schon immer Geschichten/Parabeln gebraucht, um ihre Lehren den oftmals ungebildeten Massen zu vermitteln. Im biblischen Palästina, gebrauchte Joshua Immanuel der Christus Parabeln, um seine Lehren vor denjenigen zu verhüllen, die sich diesen entgegenstellten, während er sie denjenigen mit "Ohren zu Hören" enthüllte. In den altertümlichen Mysterienschulen von Griechenland und Ägypten wurden spirituellen Kandidaten bestimmte Techniken gegeben, um ihre spirituelle Entfaltung zu beschleunigen. Was waren das für Methoden, die diesen spirituellen Suchern gegeben wurden? Eines dieser Hilfsmittel war der Mythos als Metapher. Diese Mythen/Metaphern dienten als praktische Richtlinie während des Prozesses der spirituellen Entfaltung oder was die Alten "Die Reise des Helden" nannten.

In vergangenen Zeiten wurden spirituelle Kandidaten von der Welt getrennt, in ein Kloster oder eine spirituelle Schule gesteckt und sie konzentrierten sich in erster Linie auf ihr spirituelles Leben. Das wurde zum Teil getan, um den Anwärter von den gröberen Schwingungen der Welt abzusondern, so dass sie sich den feineren spirituellen Schwingungen leichter gewahr werden und eine Einstimmung darauf entwickeln konnten. Doch heutzutage sind die meisten spirituellen Sucher immer noch mit weltlichen Dingen und Familienaktivitäten beschäftigt, während sie versuchen, den spirituellen Pfad zu beschreiten. Unter diesen Bedingungen kann es dazu kommen, dass weltliche und spirituelle Schwingungen vermischt werden und Verwirrung verursachen. Zusätzlich dazu besitzt der heutige spirituelle Sucher eine Überfülle an spirituellem Material zum Studieren und zum Berücksichtigen. Wenn er das alles unbedarft tut, kann das ebenso Verwirrung und eine Art von theoretischer Überlastung verursachen. Doch wenn klassische spirituelle Mythen/Metaphern auf die richtige Art und Weise verstanden werden, können sie Verwirrungen beseitigen und als verlässliche Führer für die heutigen Wahrheitssucher dienen

Eine solche Mythos/Metapher in der griechischen Mythologie war die vom Minotaurus auf Kreta. Der Minotaurus war ein dort wütendes Monster mit dem Kopf eines Stiers und dem Körper eines Mannes. Er repräsentierte unkontrollierbare Begierden und mächtige egoistische Ausdrucksformen im Menschen. Der Minotaurus war der Abkömmling von Poseidons Stier und König Minos' Frau. Also erbaute König Minos ein riesiges und kompliziertes unterirdisches Gefängnis-Labyrinth, in dem der tödliche Minotaurus hauste. Dieser Irrgarten von Räumen war so komplex, dass es unmöglich war, von dort ohne Hilfe zu entkommen. Um den Heißhunger des Monsters zu befriedigen, schickte König Minos sieben Mädchen und sieben Jungen in den Irrgarten, damit das Monster diese verschlingen könnte.

Zur selben Zeit ging Theseus, der Sohn von König Aegeus, der von der Opferung der sieben Jungen und sieben Mädchen hörte, nach Kreta und nahm freiwillig den Platz eines dieser Jungen ein, in der Hoffnung den Minotaurus umzubringen. Bevor er in das Labyrinth hineinging, traf der Held Theseus Ariadne, die Tochter von König Minos und verliebte sich in sie. Aufgrund ihrer Liebe zu Theseus zeigt sie ihm einen Plan des Irrgartens und gibt ihm ein Fadenknäuel, damit er dieses am Eingang festbinden und so seinen Rückweg hinaus finden kann. Am nächsten Tag wickelte Theseus also das Fadenknäuel ab als er in die tiefe Dunkelheit des Irrgartens des Minotaurus' hineinging. Theseus bahnte sich seinen Weg über die Knochen der Opfer hinweg, fand den Minotaurus, tötete ihn und geleitete die anderen jugendlichen Opfer aus dem Irrgarten heraus, indem er den Faden bis zum Eingang zurückverfolgte.

Diese Mythos/Metapher repräsentiert die wesentliche Aufgabe eines spirituellen Suchers, in den Irrgarten seines eigenen Unterbewusstseins hineinzugehen und diesen egoistischen Teil seiner eigenen Persönlichkeit zu finden, der die Ätherische Vitalität seiner sieben Energiezentren (Chakren) verbraucht hat. Die sieben Jugendlichen symbolisieren die sieben Haupt-Energiezentren. Und wie Theseus benötigen wir Hilfe, wenn wir bei der vollständigen Eliminierung unseres eigenen Egoismus erfolgreich sein möchten. Diese Hilfe kann von spirituellen Lehren kommen oder sie kann von einem Bruder-Führer kommen, der uns liebt und willens ist, uns zu führen. Diese Hilfe kann und wird von unserem eigenen Schutzengel kommen, der bereit steht, uns den Weg aus dem Irrgarten unserer eigenen Verwirrung heraus in das Licht der Wahrheit zu zeigen.

Der Minotaurus unseres eigenen Egoismus versucht, uns fortwährend weg vom Licht in die Dunkelheit seines verworrenen Schlupfwinkels hinein zu führen. Unsere eigene Heldenreise verlangt, dass wir diesen inneren Gegenspieler neutralisieren und unseren Rückweg aus dem Labyrinth in das Licht hinein finden.
Für weitergehende Information zu diesem Prozess, schaue dir Daskalos' Stoa Unterrichtsstunde an – " Out of the labyrinth and into the Light" Feb. 1, 1993


Eine ähnliche westliche Mythos/Metapher, welche die gleiche fundamentale Herausforderung anspricht, ist die vom heiligen Georg und dem Drachen. Von diesen und anderen Legenden gibt es verschiedene Versionen und Ebenen der Interpretation. Aber für den Wahrheitssucher schildert diese Mythos/Metapher den inneren Kampf, um unseren eigenen Egoismus zu überwinden. Hier repräsentiert der Drache wiederum unkontrollierte egozentrische Wünsche und ungezügelte Emotionen. Der heilige Georg repräsentiert unsere innere Selbst-gewahre Seele. Die Frau, die der heilige Georg rettet, repräsentiert unsere Persönlichkeit, die vom Drachen des Egoismus versklavt worden war. In diesem Bild wird der heilige Georg auf einem weißen Pferd reitend und den Drachen mit einem Speer tötend dargestellt. Das Pferd repräsentiert unseren materiellen Körper, während der Speer den rechten Gebrauch des Geistes (Mind) als Vernunft, Intelligenz und Willenskraft repräsentiert. Durch den Gebrauch des Geistes als vernünftige Gedanken passiert es, dass wir die Kontrolle über wilde Emotionen und endlose Wünsche erlangen. Durch den Gebrauch unseres noetischen Körpers (mental) kann unser psychischer Körper (emotional) beruhigt, gereinigt und gemeistert werden.


Eine andere große christliche Mythos/Metapher ist die Legende von Arthur und der Suche nach dem heiligen Gral. Der heilige Gral ist der Becher aus dem Christus beim letzen Abendmahl getrunken hat in welchem, gemäß der Legende, Joseph von Arimathaea Christus' Blut nach der Kreuzigung aufgefangen hatte. Von diesem Punkt an wurden dem Gral wundersame Eigenschaften zugeschrieben. Man sagt, dass Joseph von Arimathaea den heiligen Gral und das Christentum nach Großbritannien gebracht hatte.

Die Sage/Metapher von der Suche nach dem heiligen Gral beginnt im Großbritannien des 12. Jahrhunderts mit König Arthur und seinen Rittern der Tafelrunde. Nach zahllosen Abenteuern und großen Taten wurde den Rittern ein wenig langweilig und sie beschlossen, dass sie ein neues Abenteuer beginnen mussten. Weil sie äußerst tapfere und heldenhafte Ritter waren, wählten sie die ultimative Suche von allen: die Suche nach dem Leben spendenden heiligen Gral. So machten sie sich auf den Weg zu dieser Jagd, wobei jeder der Ritter alleine losritt. Nach ihrem Glauben musste ein wahrer Ritter seinen eigenen Weg finden und konnte nicht einfach dem Weg eines anderen folgen. Es wäre eine Schande für einen dieser Ritter gewesen, wenn er versucht hätte, genau den Schritten eines anderen Ritters bei solch einer Suche zu folgen. Metaphorisch gesehen ist dies ein wichtiger Punkt für diejenigen, die Selbst-Verwirklichung suchen. Letztendlich müssen wir unsere eigenen Schritte hin zu unserem Ziel machen. Meister, Lehrer, Bruder-Führer und Bücher können den Weg zur Selbst-Verwirklichung beleuchten. Um aber bei unserer Suche erfolgreich zu sein, müssen wir unsere eigene einzigartige Reise machen.

In dieser Geschichte findet überhaupt nur einer der Ritter den heiligen Gral. Die anderen verlieren ihren Weg, werden abgelenkt und verlassen ihre Suche oder werden getötet. Der eine, der den Gral findet, ist in den meisten Versionen dieser Sage der Ritter Parzival. Sein Name, Parzival, bedeutet jemand, der das Tal durchstößt. Ein Tal ist ein Ort zwischen zwei sich gegenüberliegenden Bergen. Somit ist metaphorisch gesehen derjenige erfolgreich beim Erreichen des Leben-Licht-Bechers Christi, der zwischen die Extreme der Dualität vordringen und über den Bereich des begrifflich Guten und Bösen hinausschauen kann. Diese Mythos/Metapher weist den Wahrheitssucher an, den mittleren Pfad zu nehmen und nicht zwischen den gegenüberliegenden Polen wie Abneigungen und Sehnsüchten hin und her zu pendeln. Oder wie Christus es ausdrückte: "Wenn daher dein Auge einfach ist, soll dein ganzer Körper voller Licht sein" ("If therefore thine eye be single, thy whole body shall be full of light"). (Matt. 6.22)

Dualität gehört zu den vorübergehenden Welten der Existenz (physisch, psychisch und noetisch), durch die wir hindurchreisen. Unser Reiseziel und unsere Quelle ist, war und wird immer in der non-dualen Realität des SEINS sein. SEIN ist jenseits der Dualität mit ihrer zweifachen Ausdrucksform von relativ Gut und Böse, Licht und Dunkelheit, Innen und Außen. Für einen Wahrheitssucher ist dies eine inspirierende und praktische Mythos/Metapher.


So können wir den altertümlichen Mythen immer noch Führung und Richtung für unser heutiges Leben entnehmen. Aber ist das alles? Nein! Wenn wir aufrichtig mit diesen Mythen /Metaphern arbeiten erlangen wir nicht nur eine Perspektive von den spirituellen Bemühungen die von uns abverlangt werden, sondern wir erschaffen auch bewusst ein "Verbündeten"-Elemental, um uns bei unserer Suche zu helfen.

Jeder Wunsch, jede Emotion, jeder Gedanke, jedes Wort, jede Tat erschafft ein lebendes Elemental, welches uns in unserem Vorankommen entweder hilft oder behindert (Siehe auch vorhergehende Lektionen "Engel und Teufel"). Mit starkem und wiederholtem Ausdruck (Aussenden) eines bestimmten Elementals laden wir es mit großer Energie auf und geben ihm Kraft und Zweck (Ausrichtung). Wenn wir ein starkes negatives Elemental erschaffen oder wieder energetisieren, kann dies schnell zu einem Verführer/Quälgeist werden der uns auf Abwege führt. Aber wenn wir ein starkes positives Elemental erschaffen oder wieder energetisieren, erschaffen wir einen starken Verbündeten, der uns hilft, unsere Ziele zu erreichen. Wenn ein Elemental erst einmal erschaffen wurde, kann es niemals vollständig zerstört werden. Es kann verändert, verwandelt oder inaktiv gemacht werden, aber niemals kann es vollständig ausgelöscht werden. Somit müssen wir vorsichtig sein.

Der Wunsch nach irgendetwas Gutem oder Schlechtem erschafft ein entsprechendes Elemental. Wunschbasierte Elementale werden als Wunsch-Gedanken-Formen klassifiziert, was bedeutet, dass sie in erster Linie aus Emotionen bestehen. Wohingegen Elementale, die in erster Linie aus Gedanken bestehen, als Gedanken-Wunsch-Formen klassifiziert werden und weitaus wirksamer sind. Die breite Mehrheit der Elementale, die heutzutage erschaffen und revitalisiert werden, sind die Elementale vom Typ der Wunsch-Gedanken-Form.


Kehren wir nun zum Mythos mit der Hydra zurück. Herkules versuchte zuerst erfolglos, die Hydra mit seiner Keule zu töten. Dann gebrauchte er sein scharfes Messer und war erfolgreich beim Abtrennen aller Köpfe der Hydra, brannte die Wunden aus und begrub die zerstückelte Kreatur. 

Symbolisch gesehen ist Herkules unsere Selbst-gewahre Seele, welche die Hydra unserer Wünsche innerhalb unserer eigenen Persönlichkeit neutralisiert. Die Meisterschaft über schädliche Wünsche ist eine notwendige Lektion im Leben jedes aufrichtigen Wahrheitssuchers. Es ist besonders zu dieser Zeit und in dieser Kultur wichtig, wo wild wuchernder Kommerz die Hydra von Wünschen in jedermann begünstigt.

Indem wir die Arbeit an der zweiten Arbeit des Herkules (das Töten der lernäischen Hydra) ausführen, wie es im Buch "Symbol des Lebens" von Daskalos geschildert wird, erschaffen wir ein starkes noetisches Elemental dieser symbolischen, spirituellen Aufgabe. Lass deine Emotionen in einer ruhigen, angenehmen Umgebung verstummen und beruhige deine Gedanken. Entspanne den Körper und nimm tiefe angenehme Atemzüge in einem 4:4 Rhythmus (4 Herzschläge lang während des Einatmens, 4 Herzschläge lang während des Ausatmens – halte nicht den Atem an, atme einfach rhythmisch in diesem Muster für ein paar Minuten). Wenn der Körper einmal entspannt ist und die Emotionen und Gedanken beruhigt sind, kannst du beginnen. Indem du nun Visualisierung benutzt, erschaffst du sehr detailgetreu die Umgebung und die Einzelheiten (den Sumpf, die Hydra, Herkules , Iolaos, etc.) für diese Arbeit. Sieh es plastisch. Fühle, dass du wirklich dort bist, dreidimensional in der Szene, beobachtend wie sie sich entfaltet.

Visualisiere klar, wie Herkules brennende Pfeile in den sumpfigen Unterschlupf der Hydra abschießt und sie dadurch zwingt, an die Oberfläche zu kommen und sich zu erkennen zu geben. Der Sumpf repräsentiert unser Unterbewusstsein, wo unsere Wunsch-Elementale sich verstecken. Indem wir den Geist (Mind) als vernünftige Gedanken (die brennenden Pfeile) während der Innenschau benutzen, treiben wir die Bestie des Egoismus hinaus ins Freie, wo wir uns dann mit ihr befassen können.

Wenn es richtig erschaffen wurde, kann das Elemental von Herkules, der die Häupter der Hydra abschneidet und die Wunden mit Feuer ausbrennt und damit verhindert, dass sie wieder nachwachsen, wieder ins Gedächtnis gerufen und eingesetzt werden, wenn wir durch unsere eigene egoistische Hydra der Begierden versucht werden. Erschaffe dieses gedankenbasierte Elemental bewusst, indem Du diese Arbeit von Herkules ernsthaft übst. Wenn das Elemental einmal gut geformt ist, dann praktiziere von Zeit zu Zeit das detaillierte Aufrufen davon in deinem Geist. Wenn du dann durch unvernünftige Wünsche geprüft wirst, kannst du dieses noetische Elemental in deinen bewussten Geist bringen und es auf jedwede Gegebenheit anwenden, die dich versuchen mag. Fühle dich selbst als Herkules (dein inneres Selbst), welcher kraftvoll die Hydra deiner eigenen Begierden tötet. Mit Übung und der Anwendung dieser Arbeit werden wir in unseren Bemühungen gestärkt, die schädlichen Wünsche zu überwinden, die unsere spirituelle Entfaltung behindern und uns von unserem Lebenszweck ablenken.

Nachdem du diese Arbeit visualisiert hast, versuche über die Natur von Begierden zu kontemplieren (nachzusinnen). Schaue nach innen, um zu erkennen, wie die Hydra der Wünsche dein Leben und die Personen in deiner Umgebung beeinflusst. Stelle dir selbst rechte Fragen wie: Wie weit bin ich bereit zu gehen, um meine starken Wünsche zu erfüllen? Welche Menge an Bemühungen und Energie bin ich bereit aufzuwenden, nur um emotionale Begierden zu erfüllen? Ist das vernünftig? Wie viel Geld bin ich bereit auszugeben, um das Objekt meiner Wünsche zu erlangen? Was passiert, wenn es die Bedingungen nicht erlauben, dass ein brennender Wunsch unmittelbar erfüllt wird? Die Natur und die Auswirkungen emotionaler Begierden sollten uns bekannt sein.

Aber was passiert, wenn unser Wunsch erfüllt ist? Wenn ein Wunsch nach etwas erfüllt ist, verlieren wir typischerweise bald das Interesse daran und beginnen damit, uns etwas Neues zu wünschen. Wenn dieser neue Wunsch erfüllt ist, verliert es wiederum seinen Reiz und wir fangen an, neue Wünsche zu haben. Wenn man dieses Wunsch-Muster nicht überprüft, geht es so weiter und weiter und weiter - ohne Ende. Die endlose Vermehrung unnötiger Wünsche ist ebenso symbolisch im Mythos dargestellt. Als Herkules einen der Köpfe der Hydra abschnitt, wuchsen zwei weitere nach, um den einen zu ersetzen. Dies ist genau das, was mit unseren persönlichen Wünschen passiert. Und ohne den „flammenden Stock“ der Vernunft kann dieser Prozess nicht gestoppt werden. Somit müssen wir alle Auswirkungen, die eine Begierde auf unsere Persönlichkeit haben kann, studieren und unsere Hydra der Begierden neutralisieren.

Dies heißt aber nicht, dass jeder Wunsch schlecht ist. Aber wir sollten zwischen denjenigen Wünschen unterscheiden, die gut und notwendig sind, denjenigen die nicht so notwendig sind und denjenigen Wünschen, welche uns versklaven. Dem Wünschen und Suchen von denjenigen Dingen, die notwendig und gut im Leben sind, haftet nichts Schlechtes an. Was falsch ist, ist wenn wir ein Sklave der Wünsche werden. Das ist der Punkt: Wir sollten der Meister und nicht der Sklave sein.

Das Studieren von Mythen als eine spirituelle Metapher bringt großen Nutzen. Sie geben eine lebendige, symbolische Darstellung von Herausforderungen, denen wir alle eines Tages entgegentreten müssen. Zusätzlich vermitteln sie klare und einfache Instruktionen, wie man diese Herausforderungen überwindet. Durch das Visualisieren dieser Mythen/Metaphern gebrauchen wir auch drei Eigenschaften der ätherischen Vitalität, (den prägenden, kinetischen und ästhetischen Äther) um ein starkes "Verbündeten"-Elemental zu erschaffen, das uns auf unserem Weg hilft.

Und durch tiefes Kontemplieren dieser Mythos/Metapher entwickeln wir unsere angeborene Kraft der Beobachtung und Konzentration, um tief in die spirituelle Bedeutung des Mythos einzudringen und so viel mehr zu lernen als jemals mit Worten ausgedrückt werden kann. Diese Fähigkeit zu entwickeln ist ein sehr großer Nutzen. Sie hilft uns, jede Situation, der wir auf unserer Reise begegnen, kennen und verstehen zu lernen.

Möge Gott dich auf deiner Heldenreise segnen

Daniel
5. Januar 2005




Eine Metapher ist eine Art von bildlicher Sprache, die nicht dazu gedacht ist, wörtlich genommen zu werden. Eine Metapher ist eine symbolische Darstellung von einem anderen Ding oder einer tieferen Bedeutung; wohingegen ein Mythos eine fiktive Geschichte über jemanden oder etwas ist.
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Lukas 8, 8: Er (Joshua) sagte: "Wer Ohren hat zu hören, der höre."
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Daskalos, wie er die Stoa verlässt


Aus Daskalos-Vorträgen

Wir haben gesagt, dass in der Klasse der Elementale, die Wunsch-Gedanken-Formen genannt werden, sehr verschiedenartige Elementale sein können. Sie können von äußerst unreinen und grauenhaften bis hin zu sehr albernen, harmlosen und naiven Elementalen reichen. Wir werden sie studieren und feststellen, dass wir selber wirklich sehr viele davon erschaffen; täglich projizieren wir sie und platzieren sie in unser Unterbewusstsein. Ich werde nicht von euch verlangen, dass ihr sie alle auf einmal auflöst - das ist nicht nötig.

Aber wir müssen uns von den schädlichen Elementalen befreien. Wir werden damit beginnen, sie aufzulösen. Das betrifft insbesondere das große Elemental, Egoismus genannt, welches ungesunde Gefühle in uns wachruft, wie Wut, Aggression, sich beleidigt fühlen, lügen, beschuldigen und zurückschlagen. Wir müssen all das studieren und jeder von euch muss das tun. Ganz ehrlich müsst ihr beginnen, in euch selbst hineinzugehen, um Nachforschungen in diesem Labyrinth (Irrgarten) durchzuführen und diesen Angst einflößenden Minotaurus finden. Und wie für Theseus, ist es nun eure Aufgabe, den Minotaurus zu töten.


Glaubt mir, ihr habt in euch ein entsetzliches Biest (Minotaurus), das ihr erzeugt habt, und ihr seid dazu verpflichtet, es zu töten (ihm vollständig die Kraft zu entziehen), bevor ihr weitergeht. Andere Elementale erscheinen wie Spielzeuge angesichts dieses Minotaurus - ein extrem fürchterliches Elemental, welches wir überwinden und neutralisieren müssen. Und dann werden wir sehen, was für gute Elementale wir in uns erschaffen haben. Ihr müsst nicht verzweifeln, denn ihr habt auch gute Elementale aufgebaut; aber es ist notwendig, dass ihr diese weiterentwickelt. Wir müssen lernen, wie wir dies durch kreatives Denken tun: ein Elemental der Gedanken-Wunsch-Form zu projizieren (aussenden). Bewusst kraftvolle Bilder zu projizieren, mit denen wir eine bessere Welt erschaffen können. Es ist unsere Verpflichtung, eine bessere Welt zu erschaffen. ~ DASKALOS



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Allgemeine Grundlagen



Die virtuellen Zirkel-Lektionen betreffen die Lehren des Systems der Wahrheitsforscher, wie es von Dr. Stylianos Atteshlis aus Zypern, auch bekannt als Daskalos, gegründet wurde.

"Unser System Esoterischen Christentums feiert die ewigen Wahrheiten, wie sie in allen großen religiösen Traditionen bekannt sind, und steht dabei fest auf dem Fundament der Lehre des Gott-Menschen, Joshua Immanuel des Christus, und des Neuen Testaments".
~ DASKALOS




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