Here to Eternity - Hier in Ewigkeit

 

Wir sind hier – hier in den Welten der Existenz auf einer abenteuerlichen Reise; ein ausgedehnter Ausflug in Raum, Ort und Zeit. Von unserer Heimat des SEINS (home in Beingness) projizieren wir einen Strahl unserer GEIST-Seele in die Welten der Existenz, mit der Absicht, das Ausmaß von Gottes Schöpfung zu erfahren. Glücklicherweise haben wir alle ein Rundreise-Ticket, was bedeutet, dass wir dazu bestimmt sind, eines Tages zu unserer wahren Heimat zurückzukehren, zu unserer göttlichen Natur und zu unserer wahrhaftigsten Familie in der Ewigkeit – im Ewigen Jetzt.

 

Während wir auf dieser Reise sind, besitzen wir, als Persönlichkeit, eine Art zeitweilige (Unter-)Existenz (subsistence) hier in den Welten der Existenz. Doch als ein GEIST-Wesen sind wir, waren wir schon immer und werden in Ewigkeit auch immer sein. Der Kern unserer Existenz, als eine Persönlichkeit, ist nichts anderes, als eine Projektion eines einzelnen leuchtenden Strahls unseres GEIST-Seelen-Wesens von der Ewigkeit in die Existenz hinein. In der Existenz bekleiden wir diesen GEIST-Seelen Strahl mit unseren Emotionen, Wünschen, Gedanken und Verhaltensweisen, welche dann die vergängliche Selbst-Bewusstheit erschaffen, die wir Persönlichkeit nennen. Die Qualität des Charakters dieses Persönlichkeits-Selbst ist in erster Linie durch die Qualität der Emotionen und Gedanken bestimmt, die wir innerhalb dieser Lebenszeit beherbergen und Ausdruck verleihen.

 

Somit besitzen wir zwei Stadien: die wechselnde, relative Realität der Welten der Existenz und die andauernde, absolute Realität des SEINS. Existenz besitzt ein definierten Anfang und ein definiertes Ende. Doch SEIN (Beingness) ist ewig. Es hat keinen Anfang. Es hat kein Ende. In der Existenz, da gibt es ein von den Bedingungen abhängiges Empfinden von Raum, Ort und Zeit.  In der materiellen Welt der Existenz inkarniert, finden wir uns selbst hier an einem bestimmten Raum-Ort zu einem bestimmten Moment in der Zeit, aber nach einem paar Stunden Zeit können wir an einem anderen Raum-Ort sein. SEIN ist nicht so. Im SEIN ist es immer hier und immer jetzt – die ewige Gegenwart (eternal present).

 

Unsere Selbstheit nimmt daran teil und genießt beide Stadien der Realität – die immer wieder wechselnden Zustände der Existenz und ewiges SEIN. Wir als GEIST-Seelen-Wesen sind (ewig) und ebenso besitzen wir einen vergänglichen Ausdruck als Persönlichkeit. Genauso ist es mit dem Leben, Leben ist (ewig) aber Leben drückt auch eine vergängliche Existenz aus, als all die Formen des Lebens auf der Erde und in den anderen Welten der Existenz. Nun, alle Formen des Lebens befinden sich in einem ständigen Wechsel. Die Formen, die das Leben ausdrücken, mögen kommen und gehen, aber das Leben, dass diese Formen belebt (animate), kann nicht zerstört werden. Das Leben mag in etwas übergehen, was über unsere Fähigkeit hinausgeht es noch wahrzunehmen, aber das bedeutet nicht, dass es endet.

 

Um unserer Selbstheit, von seinen tiefsten Ausdrucksformen unserer menschlichen Natur hier in den Welten der Existenz, bis zu seiner ewigen Quelle des SEINS zu folgen, ist uns das Bild einer Linie gegeben worden. Die Analogie der Linie repräsentiert unser Selbst als einen Punkt, der sich selbst in eine Linie ausbreitet. Bei jeder Linie gibt es drei unterscheidbare Punkte – einer an jedem Ende der Linie und ein unsichtbarer Punkt in der Mitte der Linie. Wenn wir uns eine Linie vorstellen, die von links nach rechts führt, können wir den Abschnitt von der Mitte nach rechts als unser Selbst, als eine vorübergehende Gegenwarts-Persönlichkeit in Zeit/Ort Existenz, benennen. Der Abschnitt der Linie von der Mitte nach links repräsentiert unser Selbst als GEIST – ewig im SEIN. Der Punkt in der Mitte ist unser Selbst als Seele / Permanente Persönlichkeit.

 

In der untenstehenden Illustration, ist vom Mittelpunkt bis zum linken Ende der Linie unsere Unsterblichkeit, hell leuchtend und sich nicht verändernd. Vom Mittelpunkt bis zum rechten Ende der Linie befindet sich unser sterbliches Persönlichkeits-Selbst, betrachtet als eine Linie mit drei Abstufungen welche unseren materiellen, psychischen und noetischen Körper repräsentieren. In seinem Ausdruck ist dieses Persönlichkeits-Selbst nichts als eine Reflektion unseres wahren Selbst, welches in die Zeit-Raum-Ort Welten der Existenz geworfen wurde. Der Ausdruck der Persönlichkeit in diesen drei Welten mag der eines Heiligen, der eines Sünders oder von etwas dazwischen sein. Doch im Kern aller Persönlichkeiten, erscheint hell der reine, unverschmutzte Strahl unseres GEIST-Wesens.

 

In der untenstehenden Illustration repräsentiert die linke Seite der Linie unsere Individualität, unsere wahre Identität, und die rechte Seite ist unsere Persönlichkeit, die mit unserer laufenden Lebenszeit assoziiert ist. Diese derzeitige Persönlichkeit besteht aus all unseren menschlichen Ausdrücken – unseren Gedanken und Emotionen (gute oder schlechte). Es ist diese vergängliche Persönlichkeit, die wir fälschlicherweise als unser wahres Selbst betrachten. Und diese Persönlichkeit hat drei Körper, jeder dieser entspricht einer der drei Welten der Existenz. Der materielle Körper gehört zu der dreidimensionalen materiellen Ebene. Unser psychischer Körper gehört zu den psychischen Welten der vierten Dimension und unser noetischer Körper gehört zu den noetischen Welten der fünften Dimension.

 

In der untenstehenden Illustration repräsentiert der Mittelpunkt der Linie unsere Seelen Persönlichkeit oder unsere Permanente Persönlichkeit, welche all unsere Erfahrungen beinhaltet, die unsere vorhergehenden Persönlichkeiten von allen vergangenen Inkarnationen angesammelt und destilliert haben.  Manche bezeichnen die Permanente Persönlichkeit als die Füße der Seele. Andere nennen sie den Sitz der Seele. Es ist dieser Teil, welcher einen Strahl von sich selbst in die Welten der Existenz projiziert und welcher immer und immer wieder als eine neue Persönlichkeit inkarniert.

 

Dieser Strahl wird symbolisch als das Rückgrat jeder neuen Inkarnation angesehen. Auf diesem Strahl, als Rückgrat, bilden wir den Charakter unserer Persönlichkeit durch unseren einzigartigen Weg des Denkens, Fühlens und Verhaltens. Und in jeder neuen Inkarnation gibt es eine Fortsetzung, ein Mit-rüber-nehmen der vorhergehenden Inkarnationen. Das passiert, indem wir in jede neue Inkarnation die gelernten und nicht gelernten Lektionen unserer vorhergehenden Leben mit einbringen. In jeder Inkarnation fangen wir dort an, wo wir aufgehört haben und fahren mit unseren Lektionen und Interessen fort. Eine einzelne Inkarnation ist die Ausdehnung der Permanenten Persönlichkeit in die Welten der Begrenzung, wo sie sich als eine einzigartige Existenz als Persönlichkeit manifestiert und sich dann wieder zurückzieht.

 

Wir sollten uns keine klare Trennung zwischen unserem GEIST-Seelen-Selbst und seinen Projektionen/Inkarnationen in den Welten der Materie vorstellen. Genauso sollten wir GEIST und Materie nicht als zwei unverbundene und diametral gegenüberliegen Stadien ansehen. Betrachte dreidimensionale materielle Substanz als die dichteste Manifestation von GEIST. Betrachte die vierdimensionale psychische Substanz als eine weniger dichte Manifestation von GEIST. Und betrachte die fünfdimensionale noetische Substanz als eine noch feinere Manifestation von GEIST. Und der heilige Geist (Mind) ist das Mittel, durch welches GEIST (Gott) und seine erzengelhaften Abgesandten die materiellen, psychischen und noetischen Welten der Existenz manifestieren. Natürlich ist die obige Illustration nicht in der Lage die drei-, vier- und fünfdimensionalen Welten adäquat bildlich darzustellen. Aber sie kann als symbolische Anschauung für diese Ebenen und unserer Selbstheit dienen.

 

Nach vielen vielen Inkarnationen und vielen vielen Lebens-Lektionen kann es sein, dass wir nach Freiheit suchen – Erlösung von den reinigenden Feuern der Inkarnation in diesen Welten der Existenz. Wir suchen dann danach, nach Hause zurück zu kommen, zu unserer wahren Natur in Einheit mit Gott dem Vater. Aber diese Reise zurück nach Hause wird nicht in Maßen von Zeit und Entfernung gemessen. Es ist eine Reise von Illusion zu Wahrheit, vom Schatten zum Licht, von Sterblichkeit zu Unsterblichkeit. Wenn wir ausreichend ermüdet sind durch die Gefühle der Trennung von der Liebe, von der Weisheit und Kraft unserer eigenen göttlichen Natur, dann streben wir danach, uns mit ihr wieder zu vereinen. Schließlich bemerken wir unsere missliche Lage und beginnen ernsthafte Bemühungen zu machen, um aus unserem Schmerz, unserer Verwirrung und unseren Leiden herauszukommen.

 

Nirgendwo anderes ist dieser menschliche Aufenthalt des Hinausgehens und nach Hause Zurückkehrens perfekter erklärt als in Joshuas Parabel des verschwenderischen Sohnes (Verlorenen Sohnes). Dieses Gleichnis enthält große Wahrheiten über das Menschsein und über die Bedingungen, denen wir im Leben begegnen. Diese Geschichte des verlorenen Sohnes ist ebenso ein Eckstein der Lehren der Wahrheitsforscher.

 

Das Gleichnis sagt uns:

 

„Da war ein Mann, der hatte zwei Söhne. Der jüngere sagte zu seinem Vater, `Vater, gib mir meinen Anteil des Erbes.` So teilte er seine Besitztümer unter ihnen auf.

 

Nicht lange danach, suchte der jüngere Sohn all sein Habe zusammen, machte sich auf den Weg zu einem weit entfernten Land und dort verschwendete er seinem Reichtum durch sein ausschweifendes Leben. Nachdem er alles ausgegeben hatte, kam eine schwere Hungersnot über das ganze Land und er begann bedürftig zu werden. So ging er hin und vermietete sich selbst an einen Einwohner dieses Landes, welcher ihn zu den Feldern schickte, um die Schweine zu füttern. Es verlangte ihm danach, seinen Magen mit den Hülsen zu füllen, die die Schweine fraßen, aber niemand gab ihm etwas.

 

Als er zu Sinnen kam sagte er `Wie viele Angestellte meines Vaters haben Essen übrig und ich sterbe hier den Hungertod! Ich will mich aufmachen und zurück zu meinem Vater gehen und zu ihm sagen: Vater, ich habe mich gegen den Himmel versündigt und gegen dich. Ich bin es nicht länger Wert, dein Sohn genannt zu werden; mach aus mir einen deiner Angestellten.` So machte er sich auf und ging zu seinem Vater.

 

Aber als er noch eine lange Strecke des Weges entfernt war, sah ihn sein Vater und war voller Mitgefühl für ihn; er lief zu seinem Sohn, warf seine Arme um ihn und küsste ihn.

 

Der Sohn sagte zu ihm `Vater, ich habe mich gegen den Himmel versündigt und gegen dich. Ich bin es nicht länger Wert, dein Sohn genannt zu werden.`

 

Aber der Vater sagte zu seinen Dienern `Schnell! Bringt mir das beste Gewand und zieht es ihm an. Steckt einen Ring an seinen Finger und zieht Sandalen an seine Füße. Bringt das fette Kalb und tötet es. Lasst uns ein Fest ausrichten und feiern. Denn dieser Sohn von mir war tot und ist wieder am Leben; er war verloren und wurde wiedergefunden.` So begannen sie zu feiern.

 

Währenddessen war der ältere Sohn auf den Feldern. Als er in die Nähe des Hauses kam hörte er Musik und Tanz. So rief er einen der Diener und fragte ihn, was dort los sei. `Dein Bruder ist gekommen` antwortete er, `und dein Vater hat das fette Kalb getötet weil er ihn gesund und wohl wiederhat.`

 

Der ältere Bruder wurde wütend und weigerte sich hinein zu gehen. So ging sein Vater hinaus und bat ihn hinein. Aber er antwortete seinem Vater `Sieh! All diese Jahre habe ich wie ein Sklave für dich gearbeitet und niemals deine Befehle missachtet. Doch niemals hast du mir auch nur eine junge Ziege gegeben, um mit meinen Freunden zu feiern. Aber wenn dieser Sohn von dir, welcher dein Eigentum an Prostituierte verschwendet hat, heimkommt, tötest du das fette Kalb für ihn!`

 

`Mein Sohn` sagte der Vater, `du wirst immer bei mir sein und alles was ich habe ist auch deins. Aber wir müssen feiern und glücklich sein, weil dieser Bruder von dir tot war und jetzt wieder lebt; er war verloren und wurde wiedergefunden.`“

 

In diesem Gleichnis sehen wir also die große Wahrheit, betreffend der Reise der Menschheit in einen vorübergehenden Zustand der Trennung, hier in den Welten der Existenz, und nach Hause zurück. Wir sind alle verschwenderische Söhne/Töchter, obwohl einige verschwenderischer leben als andere. Nun, wenn wir unsere eigenen Lebensbedingungen tiefgehend studieren, werden wir uns selbst an einem Punkt in dieser gemeinsamen Reise finden. Manche mögen sich selbst wahrscheinlich noch dort wiederfinden, wo sie den Sinn oder das Glücklichsein im verschwenderischen Leben suchen. Andere mögen den Umkehrpunkt dieses Aufenthaltes erreicht haben, wo wir „zu unseren Sinnen kommen“ und beschließen, unsere selbsterschaffenen Bedingungen des Leidens und der Illusionen zu verlassen und nach Hause zu unserer göttlichen Natur zurückzukehren.

 

Das ist ein sehr, sehr wertvoller Punkt im Prozess des Erwachens und deckt sich mit der Meditation über den siebten Strahl. Das ist der Punkt an dem wir authentisch proklamieren können: „Ich bin ein Sohn / eine Tochter Gottes und ich bin bereit als einer / eine zu handeln“  ~ Daniel

 

 

 

Die Meditation über den siebten göttlichen Strahl von Panayiota

 

Entspanne dich. Atme tief und bequem.

 

Langsam, langsam begibst du dich tief in das Zentrum deines Wesens. Und du öffnest die Tore zu dem Feld deines Bewusstseins. Du gehst tief in die Stille und den Frieden. Visualisiere eine sehr helle Sonne mit neun Strahlen. Neun göttliche Strahlen mit lichtdurchlässigen Farben – wie ein Regenbogen.

 

Mache tiefe und angenehme Atemzüge. Tritt langsam, langsam in dich hinein. Jetzt weißt du sehr gut, dass du nicht nur eine Persönlichkeit mit einem Namen, einer Nationalität und einem Beruf bist. Etwas sehr Hohes herrscht in deiner Existenz vor. Du, als ein menschliches Wesen, hast den Beobachter entdeckt, welcher die Wahrheit von Allem kennt. Es ist ein gesegneter Augenblick, wenn die Persönlichkeit danach sucht, sich mit dem spirituellen göttlichen Licht zu vereinen. Es ist der Augenblick, wenn der verschwenderische Sohn müde wird, bereut und zum Vater zurückkehren will.

 

Es ist die Zeit für Meditation und für Bemühungen um näher zu Gott zu kommen. Es ist die Zeit, zu der Materie ihren Glanz verliert im Anblick des siebten göttlichen Strahls – der Strahl vom GEIST. Es ist die Zeit, zu der die Persönlichkeit mit ihren zahllosen Lebenserfahrungen, ihr Schicksal den gesegneten Händen anvertraut, der Führung des Selbst-Bewusstseins.

 

Der siebte göttliche Strahl trägt mit sich all die heilenden Segnungen für Körper und Seele. Er ist die väterliche Liebe. Er ist das Licht, das den Weg zurück erleuchtet. Er ist die Eröffnung (opening) und das Licht unseres eigenen Intellektes. Mache tiefe Atemzüge und lass dich vom violetten Licht des siebten göttlichen Strahls auffüllen. Akzeptiere mit Herzlichkeit/Innigkeit und Dankbarkeit die Heilung des heiligen siebten Strahls.

 

Die Farbtöne verändern sich und sanftes ätherisches Licht füllt deine Seele, deinen Geist und dein gesamtes Wesen. Es ist kosmische ätherische Über-Energie. Atme tief. Deine Seele, deine GEIST-Seele singt vor Verzückung. Und die Engel in dir tanzen und feiern die Rückkehr nach Hause.

 

Vereine dich mit der weißen Präsenz; deinem wahren Selbst, welches immer in dem Licht ist, in deiner Nähe, in dir. Sieh die vergangenen Begebenheiten deines Lebens wie in einem Film. Die Persönlichkeit leidet nicht mehr. Sie fühlt keinen Gram mehr über all den Ärger, dem sie auf ihrer Reise begegnet ist.

 

Du weißt, wie wertvoll diese Lernperioden sind. Du hast viel über das Leben gelernt. Du hast Erfahrung und Wissen. Du hast gelernt und kennst Stille, Vernunft, Willenskraft, Glaube, Innenschau und Meditation. Endlich ist der Mensch bereit, das Wissen, dass er erworben hat, anzubieten und weiterzugeben.

 

Sitze ruhig für ein paar Minuten in Stille da, jeder in seinen eigenen Gedanken.

 

Die Segnungen der großen Lehrer mögen mit dir, deiner Familien und der ganzen Welt sein. Atme tief und langsam, fühle langsam wieder deinen materiellen Körper. Fühle, dass du wieder komplett in deinem materiellen Körper bist.

 

 

 

 

Von einer Stoa Lesung von Daskalos

 

Für mich ist das Gleichnis des verlorenen Sohnes das wichtigste Gleichnis. Es beinhaltet die absolute Essenz der Wahrheit. Was sagte der Sohn zu seinem Vater? „Vater, gib mir meinen Anteil der Besitztümer.“ Was ist sein Besitztum? Geist – alles was Geist ist, Materie eingeschlossen. Der „jüngere Sohn“ ist eine Seele, die durch die Idee des Menschen gegangen ist, die menschliche Idee. Der ältere Sohn ist ein Erzengel. Er hat auch seinen Anteil an den Besitztümern, welches bedeutet, dass Erzengel auch den Geist benutzen. So haben unsere Brüder, die beim Vater blieben, auch ihren Anteil – welcher Geist ist. Aber der „jüngere Sohn“ – das ist ein „menschliches Wesen“ – verwendet seinen Anteil auf ein „rücksichtsloses Leben“ – Erfahrungen in den Welten der Trennung (Welten der Existenz).

 

Wie Joshua es beschreibt, hatten ihn die Herren der Materie, die Herren der Trennung, als Sklaven verdingt. Sie haben ihn ausgesandt, um nach den Schweinen zu schauen. Was sind diese „Schweine“? Die Elementale, die er erschaffen hat. Und er war damit zufrieden, das Essen zu essen, welches die Schweine fraßen. Das bezieht sich auf die schmutzige Kombination der niederen Elementale, welche den Geist und die Emotionen verschmutzen. Das sind die Elementale, die Joshua „stumme und bedeutungslose Geister“ (Mark 9:25) nannte.

 

Aber dann kam er zur Besinnung. „Was ist das, was ich esse?“ sagte er. „Was sind all diese Gedanken und Emotionen, die ich habe? Befriedigen sie mich? Ich esse das gleiche Essen wie die Schweine.“ So entschloss er sich aufzubrechen und zurück zu seinem Vater zu gehen.

 

Das ist ein anderer sehr wichtiger Gesichtspunkt. All die Zeit, als er diese Gedanken dachte, wusste sein Vater davon. Dann begann er darüber nachzudenken, wie er sich seinem Vater gegenüber verhalten sollte. „Bin ich es wert sein Sohn zu sein? Lass mich zurückgehen und mich in seine Dienste stellen.“ Aber als er ein paar Schritte auf seinen Vater zu gemacht hatte, eilte sein Vater zu ihm und umarmte ihn. Somit wartet der Vater auf seine Rückkehr.

 

Was sagte er, der Vater? Er wies die Erzengel an, ihm die besten Kleider anzuziehen, die er hatte. „Du bist mein Sohn“ sagte er, „du bist kein Diener. Du bist ein Sohn!“ Er gab ihm seine eigenen besten Kleider. Er beraubte nicht die Erzengel ihrer besten Kleider. Dann steckte er einen Ring auf seinen Finger.

 

Ein Erzengel bekommt nur einen Ring an seinen Finger, wenn er als Selbst-erkanntes Wesen (Self-Realized Being) zurückkehrt, nachdem er durch die menschliche Erfahrung gegangen ist. Ich habe schon viele Male Kontakt zu den Erzengeln aufgenommen und versucht ihnen Zeit verständlich zu machen – das, was wir Menschen als Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft kennen. „Wir sind im ewigen Jetzt“ antworten sie. Sie verstehen das ewige Jetzt, weil sie schon immer „jetzt“ existierten, sie existieren „jetzt“ und sie werden immer „jetzt“ existieren. Somit verstehen sie nicht Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Was sie interessiert, ist ihre Arbeit und die Wahrheit, welche ihrer Natur, wie sie sind, Ausdruck verleihen, ohne Zeit zu verstehen.

 

Der Ring an seinem Finger symbolisiert das Wissen und Verständnis von Ewigkeit. Ewigkeit ist Bewegung ohne Anfang und ohne Ende. Unendliches SEIN (Gott) ist ewige Bewegung. Nimm an, dass jemand sich auf einem Ring bewegt; er wird sich ewig bewegen, ohne einen Anfang und ohne ein Ende zu haben. Das ist das Gefühl von Ewigkeit. Ein menschliches Wesen, welches sich auf dem Ring bewegt, kann die Natur von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft verstehen. Aber für ein Wesen im Zentrum des Ringes (und für die Bewegung) – wie die Erzengel – gibt es keine Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, nur das ewige Jetzt. Im Gleichnis des verlorenen Sohnes wurde ganz klar ausgesagt, dass, als der verschwenderische Sohn nach Hause zurückkehrte, der Vater als Erstes das gut gemästete Tier (fettes Kalb) opferte - das bedeutet den materiellen Körper. „Fleisch und Blut kann niemals das Königreich der Himmel besitzen“ (1 Kor. 15:50). Das ist offensichtlich. Der ältere Bruder, der Erzengel, hat sich niemals an die Materie versklavt, somit hat er auch niemals auch nur eine „kleine Ziege“ benötigt, um sie zu opfern, damit er befreit werde.

 

Dann gab ihm der Vater das beste Gewand, dass er für einen Prinz hatte; das gleiche Gewand, dass der Erzengel – der ältere Bruder – hatte. Darin besteht kein Unterschied zwischen ihnen. Aber als dem verschwenderischen Sohn einen Ring für seinen Finger gegeben wurde, machte ihm sein Vater zu etwas Anderem als die Erzengel im Himmel. Die Erzengel gebrauchten niemals Geist, in der Art und Weise, wie Menschen ihn gebrauchen - wie Menschen Elementale projizieren, gute und schlechte. Auf diesem Weg lernen menschliche Wesen Lektionen, die schließlich zu ihrer Rückkehr zur Absoluten Seinsheit, dem Vater, führen, mit dem Wissen und Verständnis, als ein Kind Gottes akzeptiert zu werden. ~ Daskalos