Our Selfhood – Part 2
Unsere Selbstheit – Teil 2
Von der vorhergehenden Lektion, den grundlegenden Umriss unserer Selbstheit betreffend, fahren wir mit der Permanenten Persönlichkeit fort. Wie vorher schon angemerkt, ist es die Permanente Persönlichkeit, welche einen Teil von sich selbst in die Welten der Existenz projiziert, indem sie als derzeitige Persönlichkeit inkarniert. Oder nenne sie einfach Persönlichkeit. Das ist die Persönlichkeit, die mit unserer jetzigen Persönlichkeit assoziiert wird. Aber was ist mit unserer Seele?
Besitzen wir eine Seele? Wenn Daskalos diese rhetorische Frage während einer Stoa-Unterrichtsstunde aufbringen würde, würde er sich einige Zeit in seinem Stuhl zurücklehnen, seine Arme vor seinem Brustkorb übereinanderschlagen und die Reaktion seiner Zuhörer beobachten. Man würde ein Gefühl der Unstimmigkeit bei den Studenten empfinden, wenn jeder seine vorexistierenden Ideen, die Seele betreffend, betrachtet. Nach einer langen und bedeutsamen Pause, würde er eindringlich fortfahren, „Nein! Wir besitzen definitiv keine Seele! Wir sind eine Seele, die einen Körper besitzt.“ Daskalos` Meinung ist, dass nur das Seelen-Selbst-Gewahrsein ein Recht dazu besitzt, dies und jenes ihr Eigen zu nennen und nicht unsere Persönlichkeiten. Das ist eine komplett andere Betonung der Beziehung zwischen der Persönlichkeit und der Seele. Diese Betonung gibt uns ein genaueres Verständnis der wahren Natur dieser Beziehung.
Der sich Ausdruck verleihende Teil der Seele, die Permanente Persönlichkeit (Seelen Persönlichkeit), projiziert sich selbst in Zeit und Ort. Jede Projektion ist eine einzigartige Inkarnation. Ihre Natur ist ewig, doch sie kleidet sich selbst in vergängliche Materie und gibt dadurch ihrer neuen Projektion in den Welten der Existenz Leben. Jede neue Projektion erschafft für jede neue Inkarnation eine neue und einzigartige Persönlichkeit. Wenn unser irdisches Leben vollendet ist und der materielle Körper stirbt, dann zieht sich unsere Persönlichkeit, zusammen mit ihrem Kern (die Permanente Persönlichkeit), in die Psychischen Ebenen zurück. Hier fahren wir fort zu leben, als genau die gleichen Persönlichkeiten mit der identischen Ausstattung an Emotionen und Gedanken wie auf der Erde. Hier, wie auf der Erde, ist unsere Permanente Persönlichkeit nicht abgetrennt oder weit entfernt, sondern sie ist in uns. Auf den psychischen Ebenen fährt unsere vernünftig denkende Permanente Persönlichkeit mit ihrer Arbeit fort, indem sie Eindrücke sammelt, diese interpretiert und die Reaktionen der Persönlichkeit korrigiert. Wenn dieses vollendet ist, zieht die Permanente Persönlichkeit erneut die Persönlichkeit zurück – diesmal von den psychischen Ebenen zu den noetischen Ebenen, und der Prozess geht weiter. Wieder fährt die Permanente Persönlichkeit damit fort, Erfahrungen zu sammeln und aufzuzeichnen. Wo zeichnet die Permanente Persönlichkeit all diese Erfahrungen auf? Metaphorisch könnte man sagen, dass sie ein Tagebuch führt. Dieses Tagebuch ist das Buch unserer Leben, in welchem unsere Erfahrungen in Zeit und Ort einzeln aufgelistet sind. In diesem Buch sind alle unsere Inkarnationen aufgezeichnet – die absolute Essenz jeder unserer verschieden Erfahrungen der Persönlichkeit in jeder Inkarnation. In unserem System bezeichnen wir dieses Buch als das Permanente Atom. Von den noetischen (noetical) Ebenen der Existenz aus, wird die Persönlichkeit schließlich in den NOETISCHEN (noetic = höher mental) Zustand zurückgezogen, wo die Assimilation der Eindrücke weiter geht. Dieser ganze Prozess, vom irdischen Leben bis zum NOETISCHEN Zustand, ist nur eine einzige Inkarnation. Es gibt viel mehr in einer Lebenszeit, als die meisten Menschen bemerken.
Nach dem Aufnehmen der Eindrücke im NOETISCHEN Zustand, kommt für einige eine Periode des Ausruhens, während andere unmittelbar für eine neue Inkarnation bereit sind. Jetzt kommen wir zu unseren Lehren über Reinkarnation. Hier weichen die Lehren der Wahrheitsforscher von den populären Ideen, betreffend Reinkarnation, ab. Wir hören oftmals, dass sich die Persönlichkeiten spiritueller Sucher auf ihre vergangene Inkarnation beziehen. Sie sprechen davon, dass sie diese oder jene Persönlichkeit im vergangenen Leben waren. Manchmal beanspruchen einige Persönlichkeiten die gleichen historischen Persönlichkeiten, wie Cleopatra.
Für uns ist eine einzelne Inkarnation die Projektion der Permanenten Persönlichkeit in Zeit und Ort, wo sie eine vergängliche Existenz auf den materiellen, psychischen und noetischen Ebenen manifestiert und sich dann wieder zurückzieht. Wir können an jede dieser Inkarnationen als ein Kapitel eines Buches denken – dem Buch all unserer Lebenszeiten. In jeder Inkarnation zieht die Permanente Persönlichkeit eine Inkarnation als eine neue Persönlichkeit an. Wenn die Inkarnation einer Persönlichkeit ein einzelnes Kapitel im Buch repräsentiert, dann repräsentiert die Permanente Persönlichkeit das ganze Buch. Dieses Kapitel zwei im Buch kann nicht beanspruchen Kapitel eins gewesen zu sein. Und somit kann keine inkarnierte Persönlichkeit zu Recht beanspruchen, eine inkarnierte Persönlichkeit aus der Vergangenheit gewesen zu sein. Nur das Buch selbst, kann beanspruchen Kapitel eins, Kapitel zwei und so weiter zu sein. Somit kann auch nur unsere Permanente Persönlichkeit legitim beanspruchen, all die vergangenen Inkarnationen gewesen zu sein.
Das bringt uns zu einem interessanten Punkt. Die Permanente Persönlichkeit beinhaltet die Totalsumme aller derzeitigen Persönlichkeiten, jede hat einen verschiedenen Namen. Was ist nun der Name unserer Permanenten Persönlichkeit? Unsere Eltern wünschen sich bei der Geburt einen Namen für unsere Persönlichkeit – aber besitzt unsere Permanente Persönlichkeit einen Namen? Wenn man eine Persönlichkeit fragt, wer sie sei, erhält man meistens die Antwort: Ich bin John Jones oder ich bin Jane Smith, etc. John Jones ist der Name dieser spezifischen derzeitigen Persönlichkeit. Der Name unserer Permanenten Persönlichkeit ist nicht einzigartig, sondern es ist der Gleiche für uns alle. Er ist das „Ich bin ich“ oder einfach „Ich bin“. Wenn man also irgendwelche Personen nach ihrem Namen fragt, sagen sie als Erstes den Namen ihrer Permanenten Persönlichkeit: „Ich bin“. Dann ergänzen sie ihn mit dem ihnen gegebenen vergänglichen Namen, wie John Jones. Das „Ich bin“ ist das Zentrum, welches die Eindrücke von den Lebenserfahrungen all unserer Persönlichkeiten empfängt.
Die Charakteristiken unserer Permanenten Persönlichkeit sind die gleichen wie die unserer Seele, dieses sind: absolute Selbstgenügsamkeit, totale Weisheit, totale Liebe und totale Kraft/Macht. Doch als eine begrenzte Zeit- und Ort-Persönlichkeit, sind wir nichts als ein Schatten unserer Permanenten Persönlichkeit. Die Permanente Persönlichkeit wird ebenso unser inneres Selbst genannt. Wir als Persönlichkeit müssen unser inneres Selbst finden. Wir müssen die Schichten unserer Persönlichkeit durchdringen, um unser wahres Selbst-Gewahrsein zu erreichen.
Ein Wort der Warnung: Der Egoismus der Persönlichkeit führt einen gerne in die Irre und maskiert sich gerne als die Permanente Persönlichkeit – als unser inneres Selbst. St. Anthony schrieb, im dritten Jahrhundert nach Christus, detailliert darüber, wie Dämonen und die von Menschen erschaffenen Dämonen (negative Elementale des Egoismus) sich darstellen, um uns in die Irre zu führen. „Sie sind (be)trügerisch“ schreibt er, „und sie rezitieren Aussagen von den Heiligen Schriften. Und sogar wenn wir lesen, sind sie in der Lage sofort, wie bei einem Echo, die gleichen Dinge zu sagen, die wir gelesen haben. Sie greifen zuerst an und legen Stolpersteine in den Weg. Ihre Stolpersteine bestehen aus bösen Gedanken. Aber wir brauchen ihre Eingebungen nicht zu fürchten.“ Wenn wir die Praktik der täglichen Innenschau in unser Leben integriert haben, ist dieses eine der ersten Herausforderungen, die wir entdecken. Innenschau ist einer der geeigneten sogenannten goldenen Schlüssel zum Königreich der Himmel in unserem System. Tägliche Innenschau ist von primärer Wichtigkeit für uns, wenn wir damit beginnen, unsere Verwirrung und Fehlidentifikation unseres inneren Selbst mit den Schatten unseres Egoismus zu zerbrechen.
Selbst-Erkenntnis ist für uns die Assimilation unserer Persönlichkeit mit unserer Permanenten Persönlichkeit, ins Seelen-Selbst-Gewahrsein hinein. Exzellent, wir haben unser Selbst als eine perfekte strahlende Seele erkannt. Was ist denn jetzt die Seele und was ist ihr Ursprung? Wir können sagen, dass der Ursprung unserer Seele unser GEIST (Spirit) ist, und der Ursprung unseres GEISTES ist natürlich Gott. Um dies zu verstehen, lasst uns der Abstammungslinie von Gott, der absoluten Seinsheit, zu der Selbstgewahren Seele folgen.
Wir nennen Gott in seiner (Its) ersten wahrnehmbaren Manifestation, absolute Seinsheit , weil er (it) aus einer unzähligen Anzahl von ewigen selbstgenügsamen Wesen – Göttern – zusammengesetzt ist. Sie sind Götter innerhalb des wahren Gottes und als solche von gleicher Natur wie Gott. Das ist die Vielfältigkeit (multiplicity) Gottes. Das bedeutet nicht, dass wir mehr als einen Gott haben. Wir können uns diese GEIST-Wesen in absoluter Einheit mit Gott vorstellen, als Zellen, die den Körper Gottes zusammensetzten. Ähnlich unserem materiellen Körper, der aus zahllosen individuellen Zellen zusammengesetzt ist, und trotzdem ist er ein Körper. In unserem System nennen wir diese Zellen innerhalb Gottes, heilige Monaden. Ein menschliches Wesen ist ein Gott – ein heiliges Monaden-Wesen in der Vielfältigkeit Gottes. Das ist es, was ein menschliches Wesen ist, war und immer sein wird. Während unseres Abstieges in die Welten der Existenz, wird sich unser heiliges Monaden-Selbst niemals von der Einheit mit Gott, unserem Vater, trennen.
In vielen großen Religionen und spirituellen System, lernen wir etwas über die triadische Manifestation Gottes. Das ist die Gottheit und ist im Westen allgemein bekannt als: Gott der Vater, der Sohn und der Heilige Geist (Holy Ghost). In unserem System ist es die absolute Seinsheit, der Logos und der Heilige GEIST (Holy Spirit). Nicht drei Götter, sondern drei Zustände, manifestiert innerhalb eines Gottes. Der Logos ist Gott als universelles Über-bewusstes Selbst-Gewahrsein. Der Logos macht Selbst-Bewusstsein für dich als GEIST-Seele und Selbst-Bewusstsein für dich als eine derzeitige Persönlichkeit möglich.
Dies ist, was der heilige Johannes in seinem Evangelium meinte, als er sich auf den Christus Logos bezog mit: „das wahre Licht, welches jeden Menschen erleuchtet, der in die Welt kommt.“ (Johannes 1:9) Auf dem Weg zur Menschwerdung, gehen GEIST-Wesen durch die Logos Selbstheit hindurch – die gemeinsame Selbstheit. Wir sind alle Logoi innerhalb dieser gemeinsamen logoischen Selbstheit. Und wieder sind wir Zellen innerhalb eines einzigen Körpers. Dies ist, was Joshua Immanuel, der als Christus Logos sprach, versuchte uns verständlich zu machen, als er sagte: „ihr sollt wissen, das ich in meinem Vater bin - und er in mir - und ich in euch.“ (Johannes 14:20)
Niemand kann beanspruchen, dass er Gott liebt, wenn er nicht andere menschliche Wesen um sich herum liebt.
Was war die Anweisung von Joshua Immanuel dem Christus? „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst, nicht weniger.“ Sie sind dein Selbst.
So sollten wir, früher oder später, in unsere gemeinsame Selbstheit eintreten, in die logoische Selbstheit, und in dieser werden wir definitiv finden, dass jeder von uns jedermann um uns herum ist. ~ Daskalos
Der Prozess der Menschwerdung findet seinen Ursprung in dem Willen und der Freude Gottes und dieser heiligen Monaden-Wesen, sich selbst zu manifestieren. Stell dir diese heiligen Monaden-Wesen als Sonnen vor. Jede dieser Sonnen verströmt Strahlen von Licht. Einige dieser Strahlen, von verschieden Monaden-Wesen, gehen durch einen Archetypen innerhalb des göttlichen Plans, der die menschliche Idee (Human Idea) oder der himmlischer Mensch (Heavenly Man) genannt wird. Ein GEIST, ein Selbst-Über-bewusstes Wesen, verströmt einen Strahl von seinem Selbst durch die menschliche Idee hindurch und formt dadurch die Seele (die Seele wird nicht erschaffen sondern geformt). Als Geist sind wir Selbst-gewahres Leben und an dem Punkt, wo der Strahl des GEISTES durch die menschliche Idee hindurch geht, erlangen wir Seelen-Selbst-Gewahrsein. Das Seelen-Selbst-Gewahrsein ist komplett, perfekt und hat doch ein Empfinden von ausgeprägter Individualität.
Einige der Strahlen (nicht nur ein Strahl), die von der gleichen Monade verströmt werden, sind dazu bestimmt, menschlich zu werden. Andere Strahlen von einer Monade, genauso wie von verschiedenen Monaden, sind dazu bestimmt durch einen andren Archetypen hindurch zu gehen – den erzengelhaften Menschen (Archangelic Man). Strahlen des GEISTES, die durch diese erzengelhafte Idee hindurchgehen, werden zu den Erzengeln der verschiedenen Ränge. Somit können wir zu Recht sagen, dass die Erzengel wahre Brüder aus GEIST, der menschlichen Wesen sind. Viele menschliche Wesen haben ihren Ursprung in der gleichen heiligen Monade. Menschliche Wesen mit dem gleichen heiligen Monaden-Selbst als ihre Quelle, besitzen eine starke Identifikation untereinander.
Wir haben die Selbst-Erkenntnis der Persönlichkeit durch ihre Assimilation mit der Seele erwähnt. Aber es gibt ebenso die Assimilation der Selbst-Erkannten Seele mit ihrer wahren Natur, dem GEIST-Ego-Wesen in Gott. Das wird Theose genannt. Theose ist die Ausweitung von Selbst-Bewusstsein in Über-Selbst-Bewusstsein, welches absolutes Gewahrsein im Sein und Existenz bedeutet. Das ist die Bedeutung der Parabel des verschwenderischen Sohnes, welcher, wie in der Bibel erwähnt, im Über-Selbst-Gewahrsein nach Hause, zu seinem liebenden Vater, zurückkehrt. Das ist das ultimative Ziel und das Schicksal von uns allen. Theose ist der letzte Schritt auf unserer Reise zurück zu unserer Quelle.
Jetzt haben wir unsere Selbstheit von der unbedeutenden Persönlichkeit in den Welten der Existenz bis zur Permanenten Persönlichkeit und bis zur Seele und heiligen Monade in den Reichen des Seins schrittweise verfolgt. Ein menschliches Wesen ist in der Tat ein reicher und unermesslicher Nachkomme Gottes. Wir geben diesen grundlegendsten Überblick über unsere Selbstheit, um das theoretische Gerüst aufzubauen, das notwendig ist, um unser Herangehen an Selbst-Erkenntnis zu beginnen. In zukünftigen Lektionen werden wir praktische Informationen über das Herangehen an sich bereitstellen. ~ Daniel
Von einer Daskalos Stoa Unterrichtsstunde
„Die Natur der heiligen Monade ist göttliche totale Weisheit, totale Liebe und totale Kraft/Macht. Dafür ist unsere heiliges Monaden-Selbst. Das kann nicht mittels Gedanken und Bildern von Zeit und Ort, die durch Gedanken erschaffen werden können, wahrgenommen werden. Es ist eine Ausstrahlung. Von einem bestimmten Moment an, wird diese Ausstrahlung zu einer Einheit/Entität. Die Ausstrahlung deines heiligen Monaden-Selbst kam durch die Idee des Menschen. Von diesem Moment an nahm es eine Form an, weil die Idee dazu tendiert, eine Form zu geben.
Ich werde ein Beispiel geben, aber ein sehr armseliges - da wir kein besseres haben können. Nehmt an, dass ich ein offenes Fenster habe und diesen Raum. Das Licht der Sonne kommt durch dieses Fenster und scheint auf den Boden. Nun, das Licht von der Sonne bis zum Fenster und das Licht von Fenster bis zum Boden ist das gleiche. Kein Hindernis ist dazwischen.
Doch auf dem Boden sehe ich jetzt ein viereckiges Licht (oder ein dreieckiges Licht, abhängig von der Gestalt des Fensters), obwohl die Qualität des Lichtes, welches von der Sonne kommt und durch das Fenster hindurch auf den Boden scheint, die gleiche ist. So, unsere Seele ist unsterblicher Gott und ist das Gleiche, wie unser GEIST-Ego-Selbst. Alle Religionen sprechen über den GEIST und die Seele, ohne sie zu definieren. Ich denke, dass es besser ist, sie zu definieren.
Das GEIST-Ego und das Seelen-Ego sind das Gleiche – es ist Gott, unsterblich, immerwährend. Was ist jetzt mit dem Licht auf dem Boden? Das menschliche Wesen ist dort. So wie das Licht auf dem Boden die Gestalt des Fensters besitzt, so besitzen wir unsere menschliche Form. Wir, als menschliche Wesen, sind das Licht auf dem Boden.
Doch was ist nun dieses Licht auf dem Boden? Was ist seine Beziehung zu dem Licht, das durch das Fenster herunter bis zum Boden und das von der Sonne bis zum Fenster kommt? Da ist ein großer Unterschied im Licht. Jetzt habe ich das Licht flach auf dem Boden. Im anderen Fall habe ich das Licht vom Fenster zum Boden hin und dann die Strahlen der Sonne zum Fenster hin.
Was ist denn jetzt die menschliche Intelligenz, der wir jetzt Ausdruck verleihen? Das Licht auf dem Boden, auf einer Oberfläche. Nicht mehr als das. Das ist es, was ich die allgemeine menschliche Intelligenz nenne – das allgemeine menschliche Bewusstsein. Aber ist das allgemeine menschliche Bewusstsein nicht in der Lage aufzusteigen und zur gleichen Zeit auf dem Boden zu sein und dennoch auf den Strahlen zu reisen, den Strahlen der Sonne? Natürlich, da das Licht das Licht ist. Ob es flach auf dem Boden ist oder ob es von der Sonne kommt, das Licht ist immer das Licht.
So, dies ist unsere Beziehung, als ein menschliches Wesen, zu unserem Selbst, zu unserer Seele. Das ist es, was ich gestern sagte, dass sogar in einem menschlichen Wesen, in unseren Körpern, unsere derzeitigen Persönlichkeit Gott ist. Gott bedeckt mit Schlamm, mit Erde und mit Geist-Substanz, deren Schwingungen wir als Emotionen, Wünsche, Gedanken und als viele andere Dinge bezeichnen.“ ~ Daskalos
Anmerkung:
Wenn Daskalos das Wort „Ego“ (im Englischen mit großem E) benutzt – bezieht er sich damit nicht auf die egoistischen Tendenzen unserer derzeitigen Persönlichkeit. Ego wird hier als unsere wesentliche „Ich-heit“, unsere Individualität, benutzt.
Eine Übung von Daskalos
Als aller Erstes entspannt vollkommen euren materiellen Körper, von den Zehen bis zum Kopf. Beginne mit dem Entspannen von den Füßen aus, den Knien, den Oberschenkeln, dem Bauch. Entspanne vollkommen den Brustkorb. Atme tief, angenehm, ohne jede Mühe. Ohne Spannung. Entspanne die Hände. Fühle sie entspannt. Keine Emotionen. Keine Gefühle jetzt. Alles steht still. Keine Gedanken kommen von dem Unterbewusstsein und stören dich. Du fühlst, dass du vollkommen ruhig bist. Vollkommen entspannt, mental, psychisch und materiell.
Du bist vollkommen entspannt. Du bist du. Was bist du? Wer bist du? Ein Ego. Vergiss deinen Namen. Vergiss dein Geschlecht. Frage dich nur „ Ich bin ein lebendes Wesen – Was bin ich als Leben? Ich bin ich – das „Ich2 möchte ich kennen lernen. Ich habe das ich mit einem Namen überdeckt, männlich oder weiblich. Ich will es herausfinden. Was mich wirklich interessiert ist das „ich“ und das „bin“, welches bedeutet, dass „ich „ in den Welten des Seins, hinter den Welten der Existenz, „bin“ – „Ich bin“. Dieses „Ich bin“ ist, was mich jetzt interessiert. Ich versuche dieses „Ich bin“, jetzt als meine Persönlichkeit zu empfinden. Ich bin ich – was ist dieses „ich“? Vollende den Kreis. Ich bin ich. Was bin ich? Dieses Gefühl zu sein?
Versuche zu verstehen, was du in diesem Moment bist. Ich fühle, dass ich in diesem materiellen Körper bin, welcher mit großer Weisheit von den Herren der Elemente aufgebaut wird. Ich bin derjenige, der das verursacht, was wir Krankheit nennen. Ich sollte das nicht tun. Ich muss ruhiger werden. Jetzt bin ich in diesem materiellen Körper, ich lebe darin und durch die Gnade der unendlichen Seinsheit bin ich berechtigt worden, ihn als meinen Körper zu empfinden. Indem ich in ihm bin, besitze ich etwas wertvolles, viel wertvoller als jedes materielle Ding um mich herum – diesen Körper den ich mein Eigen nenne. Jeden Augenblick bauen ihn heilige Intelligenzen, die Erzengel der Elemente, auf, halten ihn in Ordnung und bei guter Gesundheit.
Jetzt fühle ich, dass ich in dem Körper bin, von den Zehen bis zum Kopf. Solange ich in dem Körper bin, möchte ich, dass er gesund ist.
Dieses Elemental, welches du jetzt erschaffst, wird deinen Körper gesund machen, selbst wenn er es nicht ist.
Ich möchte, dass dieser materielle Körper von mir immer gesund ist. Das ist sowieso der Zweck der heiligen Erzengel der Elemente – das Aufbauen und das in Ordnung halten des Körpers. Deswegen werde ich mit ihnen zusammenarbeiten. Ich werde nicht ihrer kreativen Arbeit entgegenarbeiten.
Ich möchte, dass dieser materielle Körper, den ich mein Eigen nenne (obwohl ich sehr wenig von ihm weiß), bei guter Gesundheit ist, begleitet von den kreativen Herren der Elemente in mir. Ich möchte perfekte Gesundheit für meinen materiellen Körper.
Atme tief und fühle in dein Herz, fühl einfach dein Herz. Ich möchte, dass alle meine Emotionen, alle meine Wünsche zu meiner Kenntnis gelangen und unter meiner Kontrolle sind – um ihre Natur kennen zu lernen, um all das zu kontrollieren, was in meinem Unterbewusstsein existiert, nämlich die Elementale, die meine Persönlichkeit bilden. Ich möchte, dass alle meine Emotionen sich beruhigen, so dass ich in der Lage bin sie zu formen, sie zu kontrollieren und zu nutzen.
Fühle jetzt, dass du im Kopf bist. Ich möchte, dass alle meine Gedanken unter meiner Kontrolle sind. Ich möchte, dass meine Gedanken nicht Sklaven meiner Emotionen und Wünsche sind, sondern – Meister (Herr). Ich möchte die Gedanken für ein besseres Leben meiner Persönlichkeit nutzen. Ich möchte mehr über mich als Person und als Seele wissen.
Das ist deine wichtigste Bitte. Ich werde sie wiederholen.
Ich möchte mehr über mich als Persönlichkeit und über mich als Seele wissen. Ich möchte, dass all die negativen Gedanken und negativen Elementale, die ich in meinem Egoismus habe, die meine Persönlichkeit angreifen, die mir Ärger und Schwächen verursachen, jetzt unter meiner Kontrolle sind.
Jetzt sieh deinen materiellen Körper in weißes Licht gehüllt. Von deinem Herzen sieh einen Strahl von rosa Licht hervorsprießen und sage zu dir selbst: „Kein feindliches Elemental von jemand anderen darf in meine Persönlichkeit eindringen und mich beeinflussen.“ ~ Daskalos